Lumpazis

Handwerk

 

In meinem kleinen Atelier in Zürich stelle ich verschiedene Lederprodukte her. Neben Gürtel, Taschen, Schmuck, Schlüsselanhänger und Velosattel-Überzügen mache ich auch Sonderanfertigungen nach Kundenwünschen und Reparaturen von Leder und Textil. Inspiriert durch den Alltag und meinen Sinn für Praktisches entstehen neue Kreationen, für deren Herstellung ich als gelernte Innendekorateurin das nötige Fachwissen mitbringe.

 

 

Werte

 

Grossen Wert lege ich auf eine gute Qualität meiner Werkstoffe. Sie sollen nachhaltig und möglichst regional produziert werden. Darum verarbeite ich bevorzugt Leder, von welchem ich die Bäuerin, den Metzger sowie den Ledergerber kenne.

Neben dem Leder verarbeite ich weitere Materialien wie Stoff und Holz.

Auch Recycling ist nachhaltig. Darum verwende ich auch gerne ausgediente Textilien und Materialien.

 

 

Leder

 

Leder ist ein Abfall- oder Nebenprodukt aus der Fleischproduktion. Warum soll man dieses wertvolle Produkt nicht nutzen?

Auf der Suche nach einem biologischen Leder kam ich nicht weit. Es gab ein solches nicht zu kaufen. Da merkte ich, dass ich die Lederbeschaffung selber in die Hand nehmen muss, wenn ich deren Herkunft genau kennen möchte. Eine ziemliche Herausforderung für mich! Ich esse praktisch kein Fleisch, da ich die grosse Fleischindustrie verabscheue. Auch das Tierwohl und die Nachhaltigkeit sind mir sehr wichtig. Also wollte ich genau wissen wo, wer und wie. Das brauchte viel Zeit, Geduld und Hartnäckigkeit. Beim ersten Anlauf ging die Haut sogar irgendwo auf dem Weg zwischen Metzgerei und Gerberei verloren. Niemand wusste genau Bescheid. Ich habe nicht aufgegeben. Nach fast 2 Jahren erreicht das erste regionale Naturleder bald mein Atelier! Ein von A bis Z faires Leder, umweltschonend, tiergerecht und regional produziert!

 

 

Lumpazis

 

Lumpazis bedeutet in meiner Muttersprache Rätoromanisch "Lausbuben". Es entstand im Jahre 2009 aus einer Notsituation. Ich fand für meinen Lumpazi keinen passenden schönen Ledergurt zum Kaufen. Darum fertigte ich selber einen an und punzierte seinen Namen ins Leder. Auch Nachbarskinder, Freunde und Verwandte wollten einen Gürtel von mir, und später die Papis und Mamis meiner kleinen Kunden. So bekam ich Freude an diesem Handwerk und erweiterte allmählich mein Sortiment.